Beerdigung eine Trauerfeier zur Erinnerung und zum Gedenken an den verstorbenen MenschenAm Tag der Bestattung wird häufig vor der eigentlichen Beerdigung eine Trauerfeier zur Erinnerung und zum Gedenken an den verstorbenen Menschen durchgeführt.

Üblicherweise leitet der Pfarrer diese Trauerfeier, vorausgesetzt, der oder die Dahingeschiedene war zum Zeitpunkt des Todes Mitglied der Kirchengemeinde. Bestand keine Kirchenangehörigkeit, hält ein , von den Angehörigen ausgesuchter, weltlicher Redner die Worte der Erinnerung und begleitet die Trauernden durch die Beisatzfeier.

In manchen Trauerfällen jedoch fehlen die Worte, dann gibt es andere, ebenso feierliche Möglichkeiten zum Gestalten des Abschiedes.

Eine würdevolle Variation ist das Gedenken an den geliebten Menschen mit drei bis fünf Musikstücken, während auf eine Rede verzichtet wird. Die Trauergäste erhalten hier die Zeit zum gedanklichen Zurückerinnern an gemeinsame Zeiten mit der oder dem Hingeschiedenen, solange die Musik abgespielt wird. Diese ausgewählten Musiktitel waren entweder der oder dem Toten lieb oder erinnern die Anwesenden einfach unglaublich stark an diesen Menschen.

In anderen Trauerfällen ist ein gefühlvoller Abschied in absoluter Stille passend. Wird eine stille Abschiednahme an der Urne gewünscht, gibt es weder Rede noch Musik. Stattdessen erhalten die einzelnen Trauergäste die Gelegenheit, schweigend und in vollkommener Stille die Gedanken der verstorbenen Person zu widmen, bevor diese beerdigt wird.

Beerdigung eine Trauerfeier zur Erinnerung und zum Gedenken an den verstorbenen MenschenOb nun der stille Abschied an der Urne oder eine Trauerfeier mit Rede oder mit Musik die schönste Form ist, um dem verstorbenen Menschen Lebewohl zu wünschen, entscheiden letztlich die Organisatoren der Beisetzung. Das sind im Normalfall nahestehende Angehörige der oder des Toten, die sich dieser letzten Aufgabe für das Familienmitglied annehmen. Sie treffen die Auswahl des Sarges oder der Urne, überhaupt die Entscheidung über Erd- oder Urnenbestattung, sie legen den Friedhof fest und die Art des Abschiednehmens vor der Bestattung. Kam der Tod nicht völlig unerwartet, hatte die oder der Verstorbene vielleicht vom Vorfeld Gelegenheit, eigene Wünsche zur Beisetzung zu äußern. Andernfalls gestalten die Angehörigen die Beerdigung nach besten Wissen und Gewissen im Sinne des toten Familienmitgliedes.

Nachdem sich alle Trauergäste an der letzten Ruhestätte verabschiedet haben, erfolgt oft der gemeinsame Gang der Trauergesellschaft in ein Café oder Restaurant. Bei Kaffee und Kuchen klingt die Beerdigung aus und alle Trauergäste haben nochmal die Gelegenheit, Erinnerungen und Erlebnisse mit der oder Verstorbenen Revue passieren zu lassen.